Einleitung
Die schwere Finanzkrise 2008/2009 und die daraus resultierende weltweite Rezession wurden seit vielen Jahren prognostiziert.
Die rücksichtslose Politik der künstlichen Kreditexpansion der Zentralbanken (insbesondere der FED - der amerikanischen Federal Reserve) haben zu den heutigen Problemen geführt.
Geldmenge
Der expansive geldpolitische Zyklus, der jetzt zu einem Ende kommt, wurde in Gang gesetzt, als die Federal Reserve 1992 eine große künstliche Ausweitung der Kredite und Investitionen durch billiges Geld forcierte. Damals steckte die amerikanische Wirtschaft in einer Rezession, die durch die "neue" Geldpolitik zu einer Zunahme der Konsumausgaben führte und die Ankurbelung der Wirtschaft unterstützte. Leider kam dieser geldgetriebene "Überkonsum" bis heute nicht zum Erliegen.
Seit vielen Jahren ist die Geldmenge in Form von Banknoten und Einlagen (M3) gestiegen und mit einer durchschnittlichen Rate von über zehn Prozent pro Jahr gewachsen. Dies bedeutet, dass sich alle sechs oder sieben Jahre das Geldvolumen und auch der Umlauf des Geldes in der Welt verdoppelt hat.
Die Geldmittel aus dieser technischen Inflation wurden auf dem Markt durch das Bankensystem als neu geschaffene Kredite zu extrem niedrigen Zinsen verteilt, die teilsweise sogar real ein negatives Niveau erreichten. Diese Rahmenbedingungen heizten die Spekulationsblase in Form von einem deutlichen Anstieg der Preise für Investitionsgüter, Immobilien-Vermögen und Wertpapiere an - die Börse und deren Indizes stiegen an und vermehrten (scheinbar) das Gesamtvermögen aller Beteiligten.
Parallelen der Vergangenheit
Interessanterweise, wie in den Goldenen Zwanziger Jahren vor der Weltwirtschaftskrise von 1929, hat der Schock des Geldmengenwachstums nicht erheblich die Konsumpreise von Gütern und Dienstleistungen bei den Verbrauchern beeinflusst.
Das vergangene Jahrzehnt ging , genau wie die Vergangenheit der 1920er Jahre, mit einer bemerkenswerten Steigerung der Produktivität als Folge der in großem Maßstab eingeführten neuen Technologien und unternehmerischen Innovationen einher. Diese bedeutenden technischen Fortschritte führten zu einer gesunden und nachhaltigen Reduzierung der Stückpreise von Waren und Dienstleistungen, die alle Bürger konsumierten - genau wie heute. Der Überschuss dieser Produktivität sowie die Welt des günstigen Geldes schafften eine Art Schlaraffenland mit getrübtem Realitätsbewusstsein.
Darüber hinaus hat heute die vollständige Integration der Volkswirtschaften von China und Indien in den globalisierten Markt schrittweise die wirkliche Produktivität von Konsumgütern und Dienstleistungen noch weiter erhöht. Das Fehlen einer gesunden "Deflation" (Geldwertsteigerung) hat die Preise von Konsumgütern faktisch gesenkt und dass in einem Zeitraum von so beträchtlicher Steigerung der Produktivität wie die der letzten Jahre - ein erster Indikator das ein monetärer Schock ernsthaft den Wirtschaftsprozess stört.
.... wird fortgesetzt!
